Urban Forum – Die Zeitschrift für den Lebensraum Stadt
Ausgabe 01/2026
Städte und Digitalisierung – Chance und Herausforderung
Die Digitalisierung verändert Städte und Gemeinden grundlegend. Künstliche Intelligenz, digitale Verwaltung und neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für kommunale Dienstleistungen, Politik und Gesellschaft – bringen aber auch neue Herausforderungen mit sich.
Die aktuelle Ausgabe 02/2026 von URBAN FORUM – Die Zeitschrift für den Lebensraum Stadt widmet sich daher dem Schwerpunkt „Städte und Digitalisierung – Chance und Herausforderung“. Expert aus Verwaltung, Politik, Recht, Stadtentwicklung und Kommunikation beleuchten aktuelle Entwicklungen und die Frage, wie die digitale Transformation im Interesse der Menschen gestaltet werden kann.
Europas Gemeinden im Vergleich
Thomas Prorok, Geschäftsführer des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung, analysiert auf Grundlage des European Local Government Report 2025 die unterschiedlichen kommunalen Systeme Europas. Österreich liegt bei Aufgaben und finanzieller Ausstattung nahe am europäischen Mainstream, weist gleichzeitig aber eine vergleichsweise kleinteilige Gemeindestruktur auf. Daraus ergeben sich wichtige Fragen für künftige Reformen und interkommunale Zusammenarbeit.
Nachhaltige Städte und Urban Future
Einen internationalen Blick auf Stadtentwicklung wirft Christina Eireiner, Umweltpädagogin und Expertin für Nachhaltigkeit und urbanen Klimaschutz. In ihrem Beitrag „Einhörner für urbane Nachhaltigkeit“ berichtet sie von der Urban Future Conference 2026 in Ljubljana und von Ideen, Diskussionen und internationalen Erfahrungen rund um nachhaltige und lebenswerte Städte.
Digitale Gewalt im Fokus
Bernd Herger, Vorstandsmitglied von Urban Forum, beschäftigt sich mit der Resolution des 75. Österreichischen Städtetags zum Schwerpunkt „Digitale Gewalt“. Der Österreichische Städtebund fordert darin unter anderem einen besseren Schutz vor Hass im Netz und Deepfakes, stärkere Präventions- und Bildungsmaßnahmen sowie Verbesserungen bei Beratung und rechtlicher Unterstützung für Betroffene. Auch die Auswirkungen digitaler Gewalt auf Bürgermeisterund andere politische Funktionsträger werden thematisiert.
Künstliche Intelligenz gerecht gestalten
Bertan Özcan, Kommunikationsberater mit Schwerpunkt digitale Kommunikation, stellt die gesellschaftspolitische Dimension der Künstlichen Intelligenz in den Mittelpunkt. Sein Beitrag „KI gerecht gestalten“ fragt danach, wem technologische Entwicklungen zugutekommen und wer die Regeln dafür festlegt. Bildung, demokratische Kontrolle, Transparenz und digitale Souveränität werden dabei zu zentralen Voraussetzungen einer verantwortungsvollen KI-Politik.
Neue Impulse für die digitale Verwaltung
Wie Digitalisierung ganz konkret Verwaltung verändern kann, zeigt Kevin Muik, Referent für rechtliche Angelegenheiten im Generalsekretariat des Österreichischen Städtebundes. Er beleuchtet die Reformpartnerschaft Österreich und Vorhaben wie das Once-Only-Prinzip, die stärkere Vernetzung von Registern, den geplanten GovTech Campus Austria und die weitere Digitalisierung des Verfahrensrechts. Ziel ist eine effizientere und zugleich bürgerVerwaltung.
Recht im digitalen Wandel
Karim Mousa, Rechtsanwalt für Gesellschafts-, Immobilien- und Wirtschaftsstrafrecht, widmet sich schließlich der Digitalisierung des österreichischen Rechtssystems. Von RIS und Elektronischem Rechtsverkehr bis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz zeigt sein Beitrag Chancen, aber auch rechtliche Risiken auf. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem EU AI Act, der DSGVO und der Frage, wo beim Einsatz von KI weiterhin menschliche und juristische Kontrolle notwendig bleibt.
Die Ausgabe 02/2026 von URBAN FORUM verbindet damit kommunale, gesellschaftliche, rechtliche und technologische Perspektiven auf die digitale Transformation und richtet den Blick sowohl auf Österreich als auch auf aktuelle Entwicklungen in Europa.
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